Schornsteinfegerei Stefan Buck • Birkenweg 3 • 24640 Hasenmoor • Tel.: 04195-15415 • Mob.: 0170-2016016

Heizungssysteme

Ich möchte Ihnen hier einen kurzen Überblick auf die derzeitigen und zukünftigen Heizsysteme bieten. Beachten Sie bitte, das ich hier versuche nicht allzu technisch zu schreiben um zu erreichen, das möglichst jeder versteht um was es geht. Weitergehende und genauere Informationen finden Sie auf tausenden von Internetseiten (Sie brauchen nur die jeweiligen Schlagworte eingeben) und dies soll Ihnen nur einen Überblick geben über das derzeit auf dem Markt befindliche Programm. Bitte beachten Sie auch, das ich keine Firmennamen erwähne, da ich neutral bin.

1. Die konventionellen Heizkessel, die mit Öl oder Gas betrieben werden, haben Abgastemperaturen von ca.140 bis 220 Grad. Sie nutzen die eingesetzte Energie so um wie es zum Zeitpunkt Ihrer Errichtung Stand der Technik war. Aufgrund der stark gestiegenen Heizkosten haben die Hersteller aber natürlich bessere Techniken zur Ausnutzung der Ressourcen entwickelt, nämlich die Brennwerttechnik

2. Bei der Brennwertechnik, die seit ca.15 Jahren auf dem Markt ist und derzeit fast nur noch verbaut wird, wird ein Großteil der Wärme, die sonst ungenutzt durch den Schornstein in die Atmosphäre geleitet wird, noch in nutzbare Energie umgewandelt, indem die Abgase im Heizsystem durch konstruktive Massnahmen soweit heruntergekühlt werden, das die Abgastemperaturen auf ca.40-60 Grad abgekühlt werden. Dies ergibt eine Ersparnis gegenüber konventionellen Heizsystemen von 10 bis 20%.
Beachten Sie bitte das diese Zahlenangabe das ungefähre Minimum und Maximum meiner Meinung nach wiederspiegelt. Nach Erfahrungsberichten von vielen Kunden aus der Praxis komme ich auf diese Zahlen. Dies ist natürlich nicht wissenschaftlich fundiert, aber ich stehe zu diesen Zahlen. Es kommt mir nur darauf an, das Sie als Kunde eine ungefähre Hausnummer bezüglich erreichbarer Einsparungen bekommen. Ihnen nutzen keine Zahlen aus Herstellerhochglanzprospekten, sondern Zahlen aus der Praxis.
Das möchte ich an 2 Beispielen erläutern:
Nehmen wir an, Sie haben einen uralten Heizkessel aus den 70er Jahren. Dann kann die Ersparnis sicherlich bis zu 25% betragen. Besitzen Sie allerdings einen Heizkessel aus den späten 90er Jahren, werden Sie bestimmt keine 30% sonder eher im Bereich von 10-20% liegen.
Wie auch immer, unsere Umwelt wird es in jedem Falle erfreuen.

3. Zu Wärmepumpen werde ich nicht allzuviel sagen, da ich mit diesen beruflich nichts zu tun habe. Aber bei Neubauten haben Sie wohl einen Marktanteil von geschätzten 20-30% in meinem Bezirk bei Neubauten. Im Altbaubereich kann ich mich nur an 1-2 Kunden erinnern, die diese Art der Beheizung gewählt haben. Achten Sie aber auf die wichtigste Zahl, nämlich die sogenannte Jahresarbeitszahl(JAZ), welche angibt, wieviel Wärme im Verhältnis zum eingesetzten Strom umgewandelt wird.
Die guten Anlagen liegen dabei bei einer JAZ vonüber ca.3,5-4, d.h. aus einer eingesetzten Kilowattstunde Strom für den Betrieb der Wärmepumpe werden 3,5-4 Kilowattstunden Wärme.

4. Holzheizungen(ich meine nicht Kaminöfen) erfreuen sich wachsender Beliebtheit in meinem Kundenkreis.
Der Brennstoff Holz verbrennt CO2 Neutral, d.h., wenn man geschlagenes Holz im Wald liegen lassen würde, gäbe es bei der Verrottung genausoviel CO2 in die Atmosphäre wie bei der Verbrennung im Ofen und die gleiche Menge an CO2 hat der Baum bei seinem Wachstum in Sauerstoff umgewandelt. Für einen Holzkessel, welche heutzutage fast immer ein Gebläse haben und zum Teil elektronische Regelungen besitzen, benötigt man natürlich etwas mehr Platz als für eine Brennwertanlage, zumal immer auch ein Pufferspeicher mit eingebaut werden muß, um die Wärme zwischenzuspeichern. Natürlich sollte man auch günstig an Holz kommen, sonst wäre diese Heizart wohl zu teuer. Aus diesem Grund haben auch meist überwiegend Landwirtschaftliche Betriebe diese Art von Heizung. Der Brennstoff bei diesen Kesseln muß manuell zugeführt werden, was auch immer eine gewisse Zeit kostet und natürlich auch Staub und Schmutz macht. Hat man allerdings einen Pelletkessel, so gibt es da sehr wohl eine automatische Beschickung mit Brennstoff und man hat fast den gleichen Komfort wie bei einer“normalen“ Heizung. Lediglich die Asche muss in gewissen Zeitabständen entfernt werden.

5. Blockheizkraftwerke sind wohl in Zukunft vermehrt anzutreffen. Bei Ihnen handelt es sich grob gesagt um einen Motor, der einen Generator antreibt und dabei mit Gas, Öl oder jetzt sogar möglich mit Holz betrieben wird und dabei Strom produziert. Dieser kann selbst genutzt oder ins öffentliche Netz abgegeben werden wobei man dann dafür eine Vergütung bekommt. Das „Abfallprodukt“ bei diesen Motoren ist die Abwärme des Motors, die dazu genutzt wird um Wärme zu den Heizkörpern zu liefern. Meist reicht diese Wärme aber nicht für den Wärmebedarf eines Hauses, wenn es sehr kalt ist.Darum ist meist ein kleines Brennwertgerät integriert um auch in der kalten Jahreszeit eine ausreichende Versorgung mit Wärme zu gewährleisten. Diese Geräte werden inzwischen immer kompakter und haben meist auch einen Pufferspeicher. Vermehrt arbeiten die Hersteller jetzt auch mit verschleissarmen Stirlingmotoren.

6. Ein Hersteller geht einen neuen Weg und arbeitet mit dem Mineral Zeolith. Die Anlage selbst besteht aus einer Gasbrennwerteinheit, einer Zeolith Gaswärmepumpe, Solarkollektoren und einer Zeolitheinheit.
Die Ersparnis soll gegenüber einem Brennwertgerät nochmals ca.15% betragen.

7. Ein anderer Hersteller macht Wärme aus Eis. Nein, das ist kein Scherz und funktioniert wirklich.
Zu einer Eisheizung gehört ein Eisspeicher, eine Luftwärmepumpe, ein Pufferspeicher und Solarkollektoren.

8. Solarthermie ist auch eine Möglichkeit, um Wärme aus der Sonne zu gewinnen. Dies wird von immer mehr Kunden in Ihre Heizungen integriert um Warmwasser zu erzeugen oder auch die Heizung zu unterstützen. Dazu gehört auch immer ein Pufferspeicher um die Wärme für die Zeit zu speichern, wenn die Sonne nicht scheint.
Es ist übrigens durchaus möglich und funktioniert auch in der Praxis, fast seinen gesamten Wärmebedarf mit Solarthermie zu gewinnen. Dies gelingt mit extrem grossen Pufferspeichern(30-40 m³) meist aber nur bei Neubauten. Dabei sind die Anfangskosten natürlich sehr hoch. Aber wenn man bedenkt wo die „Reise“ unserer Heizkosten hingeht, nämlich unweigerlich nach oben, so stellt sich die Frage ob das nicht die Lösung ist.

Ich würde heutzutage ein Haus mit kontrollierter Be-und Entlüftung bauen. Mit einem grossen Pufferspeicher, der von Solarkollektoren gespeist würde und eine Grösse hätte von eben 30-40 m³. Einen Kachelofen fürs Wohnzimmer. Und als letztes eine Photovoltaikanlage zur Stromgewinnung.
Von Öl und Gas wäre ich dann unabhängig.

Als letztes sei nochmal darauf hingewiesen, das Sie weitergehende Informationen einfach im Internet finden, indem Sie einige der obigen Begriffe eingeben.

Keine Kommentare

Hinterlassen Sie einen Kommentar